Hallo!

Ich bin ein "Ubuntu Umsteiger". Nachdem ich den Update von Ubuntu 10.04 auf die 11'er Version einn halbes Jahr hinaus gezögert habe, wollte ich diese viel diskutierte Desktop Oberfläche doch mal ausprobieren und wurde enttäuscht. Auch wenn ich einiges nicht schlecht fand - der Launcher und die aufgeräumte Systemsteuerung in der 11.04 Version, sind praktisch und erleichtern die Bedienung der Oberfläche - gefiel mir die Kastration der Fensterelemente gar nicht. Diese, für mich, hakelige Bedienung, wegen der zu schmalen Fensterrahmen und Scrollbalken, das global-menu, das sich zwar z.T. entfernen läßt, aber eben nur zum Teil, haben mich letztlich dazu gebracht mir Debian zu installieren.

Da ich erst seit Mai 2010 mit Linux arbeite und vorher nur Windows kannte (seit 3.11), ist es für mich immer noch Neuland. Aber mir ist ein Terminal nichts fremdes, da ich noch DOS kennenglernt habe und das DOS Fenster mir immer ein nützliches Werkzeug war. Insofern sind für mich die Möglichkeiten, die ein Linuxsystem bietet sehr angenehm um das richtig System kennen zu lernen.

von Ubuntu zu Debian

Die Entscheidung welche Distributiuon ich wähle fiel mir nicht leicht. Der für mich ausschlagegebende Punkt, war der Ruf von Debian ein konservatives System zu sein. Als jemand der jahrelang die Entwicklung der grafischen Oberflächen mitverfolgt hat fällt auf, dass der Fokus immer stärker, sowohl auf Geräte die ich nicht benutze gelegt wird (Netbooks, Smartphones) und eine Umgangsweise mit Fenstern, die ich nicht habe (Vollbild, Dashboard). Ich brauche aber ein grafische Obefläche und mache viel mit der Maus. Da mir die gnome2 Oberfläche unter Ubuntu gut gefiel und weil Debian die Grundlage von Ubuntu ist, bin ich nun hier.

Ich habe die Installation über das Netz benutzt, diese war im grossen und ganzen unproblematisch. Da ich einen Expertenmodus gewählt habe, gab es zwei drei Fragen bei der Installation, die ich nicht beantworten hätte können. Doch glücklicherweise waren die Hinweistexte hilfreich. Aber diese Variante ist ein Geduldsspiel. Insgesamt dauerte die Installation ca. 2 Stunden. Aber danach saß ich vor einer Oberfläche mit der ich vertraut war. Für einen normalen User, der von Ubuntu kommt, ist vieles gleich und auch die ersten Probleme kannte ich schon von der Installation damit.

Canon IP2600

Für diesen Drucker gibt es einen Treiber von Canon, nur ist in dem Paket eine Abhängigkeit anders benannt, als unter Debian. Wie der Treiber installiert werden kann findet sich aber gut im Netz unter anderem hier und hier.

Firefox/Thunderbird

Ich weiß nicht, ob ich hier einen Frevel kund tue, aber ich habe mir die beiden Programme installiert und dazu noch aus den Ubuntu Quellen. Der Grund war in erster Linie, weil ich auf Nummer sicher gehen wollte, dass ich alle meine Daten (Mails seit 2003) behalte.

Dazu muss im Synaptic Paketverwaltung folgendes als Quelle hin zugefügt werden.

"lucid" ist die Ubuntu Version, die (hoffentlich) mit Debian 6 kompatibel ist. Die Warnungen, die nach einem neu laden der Pakte erscheint, dass ein "key" nicht gefunden wird, kann man nun ignorieren oder die Schlüssel eintragen:

Dann habe ich noch den Flashplayer aus dem non-free Repository installiert und das Grundsystem stand. Die sonstige Software die für mich erstmal wichtig ist, gab es direkt aus den Debian Quellen, wenn auch nicht in den aktuellsten Versionen (wie mir bereits vorher klar war), aber dazu später.

http://javascript.jstruebig.de/images/bildschirmfoto.jpg

Umzug des /home Verzeichnis

Vermutlich war es naiv von mir, zu glauben, ich könnte einfach das Homeverzeichnis kopieren, mich einloggen und schon sind alle Daten, aller Anwendungen wieder benutzbar. Aber so schlimm, wie ich nach den ersten Fehlschlägen befürchtete war es auch nicht.

Es ist aber sehr interessant anzusehen, was passiert, wenn das Verzeichnis einer Ubuntu 11.10 Version mit Debian 6.0 gestartet wird. Unity hat dort ganze Arbeit geleist und der Desktop ist kaum benutzbar. Aber er startet.

Dien Fenster hängen alle im oberen Panel und dieses läßt sich auch nicht konfigurieren. So wie unter Unity. Ich habe dann versucht einige Verzeichnise zu löschen um diese Verhalten zu entfernen. Was aber nicht geklappt hat. Es war also Handarbeit angesagt.

Es ist zwar schade, dass dadurch fast alle Programmeinstellungen verloren gehen, aber das wären sie vermutlich sowieso. Denn wie schon erwähnt, sind die Versionen der Programme zwischne Ubuntu und Debian sehr unterschiedlich, was ich dann auch merkte, als ich versuchte die alten Daten von shotwell und Rythmbox zu benutzen. Beide male quittierten die Programme dies damit, dass sie mitteilten, dass die Versionen nicht übereinstimmen. Da es aber nur mehr oder weniger statistische Daten sind die dadurch verloren gegangen sind, war das nicht so tragisch. In Rythmbox waren die Wiedergabelisten und die Wiedergabehäufigkeit weg. In Shotwell die Gruppierungen der Fots zu Ereignisen, aber die Tags sind noch vorhanden.

Ich hatte zwar auch versucht die aktuellen Versionen zu installieren, aber da bin ich schnell an meine Grenzen gestossen. Entweder scheiterte es an Abhänggikeiten von Paketen oder meinen fehlenden Erfahrungen, wie Programme aus den Quellen kompiliert und installiert werden.

== Ardour ==

Ardour ist ein Multitrack Audioprogramm, mit sich fast professionell Mehrspur Aufnahmen machen lassen. Die Installation verlief glatt, aber beim starten meldet Ardour:

Um diese Meldung zu vermeiden, muss eine kleine Änderungim System gemacht werden:

und dort diese Zeile einfügen

Damit die Zeile auch wirkt, noch /etc/pam.d/common-session bearbeiten (als sudo) und diese Zeile einfügen;

Und zu guterletzt neu anmelden (neu booten ist nicht notwendig!). Ardour startet dann fehlerfrei.


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