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Diese Seite beschreibt die Zugänglichkeit von Debian und liefert Konfigurationshilfen für Benutzer. Für Details über die Entwicklung, schauen Sie bitte unter accessibility devel (Englisch) nach.

ToDo: Vergrößerungswerkzeuge

Zugänglichkeit der Debian Installation

Der Debian-Installer bietet Zugänglichkeit in den Bereichen Braille, Sprachausgabe und Kontrast, welche im Installationshandbuch für die stabile Veröffentlichung, dem neuesten Upload des Installationshandbuches der Testing-Veröffentlichung (könnte veraltet sein), oder im aktuellen Entwurf für den nächsten Upload (auch in svn://svn.debian.org/svn/d-i/trunk/manual/en/boot-installer/) beschrieben sind.

USB-Braillezeilen werden automatisch erkannt, serielle Geräte brauchen eine Konfiguration während des Bootvorgangs.

Zusätzlich zu der bereits existierenden Hardwaresprachunterstützung in Squeeze (Debian 6.0), wird eine Softwaresprachausgabe in Wheezy (Debian 7.0) unterstützt, die RC2-Veröffentlichung auf http://www.debian.org/devel/debian-installer/, beispielsweise auf i386 oder amd64) wird dies unterstützt.

Wenn du ins Boot-Menü gelangst wird ein Ton ausgegeben; drücke einfach s und enter.

Wenn die Installation mit Braille oder Sprache vorgenommen wird, werden die gleichen Sprach- und Brailleeinstellungen für den Nutzer, der während der Installation erstellt wurde, übernommen.

Wenn die Sprachausgabe nicht startet, brauchen wir Informationen um herauszufinden, wo der Fehler liegt.

Als allererstes brauchen wir die exakte URL, wo Sie das Installationsabbild (Image) heruntergeladen haben; ansonsten werden wir niemals in der Lage sein, einen Fehler zu finden, der eventuell nur auf diesem Abbild existiert (und welcher auch behoben werden muss!).

Drücken Sie im Installer Alt+F2 um auf eine Shell-Konsole zu wechseln, dann Enter um eine Shell zu starten, und tippen Sie dann amixer scontrols

und senden die Ausgabe an debian-accessibility@lists.debian.org, sodass wir herausfinden können, ob eine Soundkarte erkannt wurde und wie die Reglerbezeichnungen sind. Wenn nur eine Fehlermeldung zu sehen ist oder Sie keine Möglichkeiten haben die Konsole zu lesen, versuchen Sie eine Live-CD zu starten, dort die Soundausgabe zum Laufen zu bringen und die Ausgabe von lsmod an debian-accessibility@lists.debian.org zu sicken, sodass wir herausfinden können, welcher Soundtreiber fehlt.

Abbilder für Squeeze können von http://people.debian.org/~sthibault/espeakup/ heruntergeladen werden, aber diese scheinen aufgrund eines Kern-Updates im offiziellen Archiv nicht mehr zu funktionieren. Ersatzweise können die Testing-Abbilder (z. B. Wheezy) von http://www.debian.org/devel/debian-installer heruntergeladen werden; vor der Spiegelserverauswahl drücken Sie '<' um zurück in das Hauptmenü zu gelangen, ändern die Priorität zu "am niedrigsten", gehen wieder in die Spiegelserverauswahl im Hauptmenü, dort kann man Squeeze statt Wheezy installieren und danach die Priorität mit der gleichen Methode wieder auf hoch setzen.

Brailleunterstützung

Die Unterstützung für Braillezeilen wird von Brltty bereitgestellt, welches als Hintergrundprozess läuft. Die meisten Zeilen laufen mit BRLTTY, welche über einen seriellen Anschluss, Bluetooth oder via USB angesteuert werden können. Details über unterstützte Geräte kann man auf der BRLTTY Webseite finden (http://www.mielke.cc/brltty/). Es liefert auch einen Bildschirmleser für die Linux Textkonsole. Die Möglichkeit den Gnome-Desktop auszulesen bietet Orca. Orca steuert Braillezeilen nicht selbst an, stattdessen verbindet es sich mit Brltty über die BrlAPI. Falls Orca nicht in der Lage ist Braille auszugeben, stellen Sie sicher, dass:

Einige Braillezeilen haben eine integrierte Brailletastatur. Brltty unterstützt das simulieren von Tastendrücken auf der Textkonsole. Für geeignete Unterstützung in Xorg (behandle im Besonderen nicht-qwerty-Tastaturen richtig), sollte brltty-x11 installiert sein. Es liefert xbrlapi, welches beim Start der Xorg-Sitzung gestartet werden sollte, bevor Orca startet.

Die PC-Tastatur kann auch als Brailletastatur verwendet werden, Dafür kommentieren Sie in /etc/brltty.conf die Zeile key-table keypad aus und starten sie Brltty erneut. Sie können dann zu Braille wechseln, indem Sie Einfügen+Stern auf dem Ziffernblock (Keypad) drücken und zum normalen Modus zurück wechseln, indem Sie Einfügen+Schrägstrich drücken. Standardmäßig werden die Tasten asdfjklö als Brailletasten verwendet, aber Sie können /etc/brltty/kbd-braille.kti verändern, um andere Tasten zu nutzen.

Man kann auch Unicode-Braille-Muster (keine Buchstaben, reines Braille, genau so auf dem Bildschirm dargestellt) Dank dem console-braille Paket schreiben, welches Tastatur-Layouts und das Programm setbrlkeys enthält, um diese einfach zu laden.

Brltty hat auch sehr grundlegende Unterstützung für grafisches bildschirmlesen, welche sich auf Textfelder wie jenes vom Hauptfeld des Editors, oder das des Gnome-Terminals beschränkt.

Dies wird im Paket brltty-x11 ausgeliefert und kann durch dass Kommando brltty -b ba -x as beim Xorg-Sitzungsstart gestartet werden. -b ba teilt ihm mit, dass es sich über die BrlAPI zum bereits laufenden BRLTTY verbinden soll, welches die tatsächliche Braillezeile ansteuert. -x as wählt den AT-SPI-Treiber, welcher das grafische Bildschirmlesen übernimmt.

Sprachunterstützung

Debian liefert eine Menge von Sprachsynthesen, eine Liste findet sich unter the speechsynthesis blend task (Englisch). Bildschirmleser können oft direkt einige Sprachsynthesen nutzen, oder sie nutzen allgemeine Schnittstellen wie Gnome-Speech oder Speech-Dispatcher. Gnome-Speech ist größtenteils nur eine dünne, allgemeine Schicht. Speech-Dispatcher ist weiter entwickelt: es läuft als Hintergrundprozess zu dem sich Bildschirmleser verbinden können, um Sprache auszugeben. Dafür hat Speech-Dispatcher verschiedene Module, um verschiedene Sprachsynthesen zu unterstützen.

Zugänglicher Bootvorgang

Grub kann piepen, wenn er bereit ist um Tasten entgegenzunehmen: entfernen Sie das Kommentarzeichen / oder fügen Sie die folgende Zeile in /etc/default/grub hinzu:

GRUB_INIT_TUNE="480 440 1"

und führen Sie dann update-grub aus.

Eine Option um einen vollständig zugänglichen Bootloader zu bekommen ist Petit-Boot. Die Idee dahinter ist, dass der übliche Bootloader, z. B. Grub, Linux normal lädt, aber dann noch Petit-Boot und BRLTTY. Petit-Boot liefert die Liste der Kernel, die ladbar sind, erlaubt Parameter hinzuzufügen und nutzt Kexec um den gewünschten Kernel mit den gewünschten Optionen zu booten.

Diese Methode unterstützt leider nur Linux, nicht Windows.

Als erstes installiere das Paket petitboot und erstelle eine Datei unter /boot/petitboot.sh, welche zum Beispiel folgendes enthält:

\#!/bin/sh
/bin/mount none /var -t tmpfs
/bin/mount none /tmp -t tmpfs
/etc/init.d/udev start
/usr/sbin/pb-discover &
/sbin/brltty
/usr/sbin/petitboot-nc -l /tmp/log

Machen Sie es dann noch ausführbar: chmod +x /boot/petitboot.sh

Dann erstellen Sie einen Booteintrag für Petitboot, beispielsweise durch Kopieren / Einfügen von einem Linux-Eintrag aus /boot/grub/grub.cfg, von welchem klar ist, dass er funktioniert, an das Ende der Datei /etc/grub.d/40_custom und dort in die linux-Zeile (welche die vmlinuz-Datei angibt) init=/boot/petitboot.sh und nennen Sie den Booteintrag Petitboot. Sie können auch eine Tastenkombination für Petitboot festlegen. Der Eintrag könnte so aussehen:

    menuentry 'petitboot' --hotkey=p --class debian --class gnu-linux --class gnu --class os {
    ...
    echo 'Loading Linux <version> ...'
    linux /boot/vmlinuz-<version> root=blabla ro init=/boot/petitboot.sh
    echo 'Loading initial ramdisk ...'
    initrd /boot/initrd.img-<version>
}

Es ist auch eine gute Idee einen Kernel, von dem Sie wissen dass er funktioniert, an einen sicheren Platz zu speichern und dann den Pfad dorthin zu nutzen, anstatt des Pfades der durch die Debian-Datei zur Verfügung gestellt wird und eventuell durch eine Aktualisierung nicht mehr funktioniert.

Am Ende führen Sie update-grub aus, um /boot/grub/grub.cfg zu aktualisieren.

Auf diese Weise haben Sie beim Hochfahren nach dem Grub-Piepton die Wahl die Ende-Taste und Enter, bzw. die Taste p zu drücken, was dann dann Linux, BRLTTY und Petitboot hochfährt.

Wenn Sie sich nach ausführlichen Testen sicher genug fühlen, können Sie diesen Eintrag zum Standard in Grub machen: in /etc/default/grub schreiben Sie

GRUB_DEFAULT="petitboot"

und führen dann

update-grub erneut aus, um /boot/grub/grub.cfg zu aktualisieren. Sie haben nach wie vor die Option beim Grub-Piepton „Anfang” und Enter zu drücken, um nicht mit Petitboot hochzufahren.

Konsolenschriftarten

Die Schriftart der Linuxkonsole kann verändert werden, um bessere Zugänglichkeit zu erhalten: In /etc/default/console-setup kann man das Schriftbild auf Terminus setzen, um in der Lage zu sein größere Schriftarten auszuwählen, sogar solche wie FONTSIZE=32x16. Dies reduziert natürlich auch die Menge von Text, die auf dem Bildschirm dargestellt wird. Um die genaue Menge des Textes auf dem Bildschirm einzustellen, kann man SCREEN_WIDTH und SCREEN_HEIGHT setzen.

Das Paket console-braille liefert Braille-Schriftarten, welche zum Schreiben von Unicode-Braille-Mustern und zum Anzeigen von Braille auf dem physischen Bildschirm verwendet werden können. Dies ist inkompatibel zu FONTFACE, weil sie sowohl die normale als auch die Braille Schriftart in der Schriftarten-Variable angeben müssen, siehe Beispiel in /etc/default/console-setup.

Bildschirm abschalten

Um Batterie zu sparen oder etwas Privatsphäre zu erhalten kann es nützlich sein den Bildschirm abzuschalten. es gibt dafür zwei Wege, wobei der erste einfacher ist, aber Administratorrechte benötigt.

Installieren Sie das Paket vbetool und nutzen Sie das Kommando

sudo vbetool dpms off

um den Bildschirm auszuschalten und

sudo vbetool dpms on

um wieder zu aktivieren. Es ist auch eine gute Idee (wenn auch nicht notwendig), eine Einstellung zu der sudoers-Datei hinzufügen, damit dieses Kommando auch ohne Passwortabfrage ausgeführt werden kann. Fügen Sie in /etc/sudoers folgendes hinzu:

user    ALL=(root) NOPASSWD: /usr/sbin/vbetool

(wobei „user” durch den Nutzernamen ersetzt werden muss).

Tipp: Nach einiger Inaktivität wird der Monitor beim ersten Tastendruck wieder aktiviert. Um dies zu verhindern, können Sie ein Skript anlegen, welches

while [ 1 ]; do; sudo vbetool dpms off; sleep 20; done

und mit ./<script_name> & im Hintergrund ausgeführt wird.

Der zweite Ansatz unterscheidet sich zwischen der Konsole und X. Auf der Konsole erreicht man das durch

setterm -blank force

und mit

setterm -blank poke

wiederhergestellt werden. Dies muss direkt auf der Linux-Konsole ausgeführt werden. Wenn das Programm Screen verwendet wird, müssen Sie die Ausgabe z. B. nach /dev/tty1 umleiten:

setterm -blank force > /dev/tty1

Auf der grafischen X11 Konsole erreicht man das durch das folgende Skript, welches den Bildschirm an- und abschaltet:

output=$(xrandr | grep ' connected ' | awk '{print $1}' | head -1)
screenSize=$(xrandr | awk 'BEGIN {foundOutput=0}
    / '$output' / {foundOutput=1}
    /\*\+/ {print $1}
    /^[^ ]/ {if(foundOutput) exit 0}')
if [ "$screenSize" != "" ]; then
    xrandr --output $output --fb $screenSize --off
    espeak -v de "Monitor aus"
else
    xrandr --output $output --auto
    espeak -v de "Monitor an" &
fi

Grafische Benutzeroberfläche

Momentan können Sie auf die Desktops GNOME und KDE mit Orca zugreifen. Bitte lesen Sie den Artikel de/Orca und GNOME Guide für Barrierefreiheit für mehr details. Für Barrierefreiheit in KDE muss das Paket qt-at-spi installiert und die Umgebungsvariable QT_ACCESSIBILITY auf 1 gesetzt werden.

Farbthemen für Zugänglichkeit

Die GNOME Bildschirmlupe unterstützt das Umkehren von Farben. Trotzdem bevorzugen manche Menschen andere Farben für die graphischen Umgebung oder bevorzugen es, nur hohen Kontrast ohne eine völlige Umkehrung der Farben zu haben. Dafür gibt es ein Paket namens gnome-accessibility-themes, in welchem verschiedene Schemata enthalten sind. Sie können diese mittels

aptitude install gnome-accessibility-themes

installieren. Diese können dann im Einstellungsmenü von GNOME ausgewählt werden.

Barrierefreiheit in gdm

Der grafische "GDM greeter" unterstützt Barrierefreiheit, Orca muss lediglich aktiviert werden. In Lenny unterstützt GDM stanrdardmäßig dieses Feature nicht. Daher musst du als erstes GDM deinstallieren und GDM3 dafür installieren.

Anschließend kannst du Orca auf drei Weisen aktivieren:

Barrierefreiheit von Java

Um Java-Anwendungen zu bedienen muss man das Paket libatk-wrapper-java installieren. Unglücklicherweise ist bei openjdk die Barrierefreiheit standardmäßig deaktiviert (siehe Debian Bug#705511), sodass man es per Hand aktivieren muss, indem man in /etc/java-6-openjdk/accessibility.properties bei der folgenden Zeile die Kommentierung entfernt:

assistive_technologies=org.GNOME.Accessibility.AtkWrapper

Virtualisierung

Virtualisierungswerkzeuge sind mehr oder weniger zugänglich.

Xen

Xen nutzt eine Kommandozeilenschnittstelle und ist daher zugänglich. Das Aufsetzen einer solchen Umgebung ist allerdings nicht so einfach. Siehe dazu die Debian Xen wiki Seiten.

QEMU/KVM

QEMU/KVM kann im Textmodus ausgeführt werden, indem man die -curses Option übergibt. Wenn der Gast allerdings im grafischen Modus ist, wird die Textoberfläche nichts sinnvolles zeigen und ein Bildschirmleser ist nach wie vor im Gast notwendig.

Damit dieser Bildschirmleser sprache ausgibt, kann die -soundhw ac97 Option genutzt werden, um den Gast eine virtuelle Soundkarte zur Verfügung zu stellen.

Damit der Bildschirmleser Braille ausgeben kann, kann die Option -usbdevice braille genutzt werden, um dem Gast eine virtuelle Baumzeile zur Verfügung zu stellen. Die Brailleausgabe erfolgt durch den BRLTTY-Dienst des Hostsystems.

Eine andere Variante für Braille ist das Durchreichen einer USB-Zeile. Wenn auf dem Host lsusb folgendes meldet:

Bus 001 Device 002: ID 0403:fe72 Baum

Dann wird mittels der -usbdevice host:0403:fe72 Option das USB-Gerät an den Gast übergeben, Sie müssen allerdings vorher sicher stellen, dass nichts wie beispielsweise BRLTTY im Host die Zeile nutzt, dann QEMU/KVM starten und dann kann ein BRLTTY-Daemon im Gast das physische Gerät benutzen, als wäre es an die virtuelle Maschine angeschlossen.

Natürlich kann man, wenn man zwei Braillezeilen benutzt, eine für den Host, die andere für die virtuelle Maschine nutzen.

Problembehandlung

Probleme mit Xorg

Xorg wird eventuell nicht starten, wenn kein wirklicher physischer Bildschirm an die Grafikkarte angeschlossen ist. Dies sollte an den Videotreiber gemeldet werden, der verwendet wird; Sie können http://lists.freedesktop.org/archives/xorg/2009-March/044206.html für die Grundlagen zum Beheben des Fehlers zitieren. Bis dahin kann man allerdings den Dummy-Treiber nutzen, welcher keine Grafikkarte verwendet und trotzdem den Gnome-Desktop starten lässt, etc. Installieren sie xserver-xorg-video-dummy und fügen Sie die folgenden Zeilen zu /etc/X11/xorg.conf hinzu (legen Sie eine an, wenn Sie noch keine haben):

Section "Device"
    Identifier "noscreendevice"
    Driver     "dummy"
EndSection

Probleme mit speech-dispatcher

Einige Benutzer nutzen die IBMTTS oder Viavoice Sprachausgabe mit Orca und diese denken, dass dies nicht besonders brauchbar ist. Ihnen zu Folge ist die Sprachausgabe langsam, sie reagiert langsam und sie stürzt oft ab. Das Problem ist, dass es scheinbar keine alternative gibt, denn Gnome-Speech nicht mehr von Verkäufer der IBMTTS unterstützt wird. Trotzdem ist das Verbindungspaket zu Gnome-Speech unter der LGPL. Daher wurde es paketiert und sein Name ist gnome-speech-ibmtts.

Wie können Sie es installieren? Als erstes installieren Sie die IBMTTS oder die Viavoice Sprachausgabe. Dann führen sie als (Root-)Benutzer folgendes aus:

apt-get install gnome-speech-ibmtts

Anmerkung: wenn Sie IBMTTS nach dem Debian-Paket installieren, müssen Sie folgendes tun:

dpkg-reconfigure gnome-speech-ibmtts

sonst wird die Konfigurationsdatei für Viavoice nicht generiert und Orca wird Viavoice nicht beim Starten des Einstellungsdialoges bemerken.

Anmerkung: Sie werden sehr wahrscheinlich vor dem ersten Neustart von Orca eine Sicherung Ihres Verzeichnisses ~/.local/share/orca anlegen müssen, danach löschen Sie dessen Inhalt. Tun Sie dies mit:

cp -Rp ~/.local/share/orca ~/.local/share/orcabackup
rm -r ~/.local/share/orca/*

Sie werden alle Ihre Einstellungen erneut vornehmen müssen (Tastenkombinationen, etc.).

Dieser Prozess erlaubt es Benutzern, die nicht sofort Speech-Dispatcher nutzen wollen, eine Lösung zu finden. Trotzdem ist diese Lösung nicht ideal für die Zukunft, weil Gnome-Speech oder AT-SPI ab Gnome 3 als veraltet gelten. Es kann dennoch eine gute Übergangslösung sein. Es funktioniert allerdings nicht auf der Amd64-Architektur. Nur i386 wird unterstützt.

Bedenken Sie, dass Sie dieses Problem nicht haben werden, wenn Sie von Lenny (5.0) zu Squeeze (6.0) migrieren, da die Migration die notwendigen Konfigurationsdateien beibehält, sodass IBMTTS mittels Gnome-Speech angesteuert werden kann.

Tipps und Tricks

Man kann per Hand aktivieren, dass Orca automatisch in der Gnome 3 Sitzung gestartet wird, indem man

eval $(dbus-launch); export DBUS_SESSION_BUS_ADDRESS DBUS_SESSION_BUS_PID
GSETTINGS_BACKEND=dconf gsettings set org.gnome.desktop.a11y.applications screen-reader-enabled true

ausführt, Für die Gnome 2 Sitzung kann es durch

gconftool-2 --type bool --set /desktop/gnome/interface/accessibility true
gconftool-2 --type bool --set /desktop/gnome/applications/at/visual/startup true

aktiviert werden.

Wenn Sie Klangeffekte möchten, die Ihnen beim Navigieren helfen, so führen Sie folgendes aus:

If you would like to have sound effects to help you navigating on the GNOME desktop, run
sudo aptitude install freedesktop-sound-theme
gconftool-2 --type bool --set /desktop/gnome/sound/event_sounds true

Mehr Hinweise finden Sie auf http://brl.thefreecat.org/wiki/