Translation(s): EnglishFrançaisItaliano – German – Português Brasileiro简体中文Русский



NetworkManager versucht, jederzeit eine Netzwerkverbindung aufrechtzuhalten.

Der Sinn von NetworkManager ist es, die Netzwerkkonfiguration und -einrichtung so einfach und automatisch wie möglich zu gestalten. Bei Verwendung von DHCP soll der NetworkManager Standardrouten ersetzen, IP-Adressen von einem DHCP-Server beziehen und Nameserver wechseln, wann immer er es für angebracht hält. Letztlich soll NetworkManager dafür sorgen, dass die Vernetzung einfach funktioniert.

Während er ursprünglich auf Desktop-Systeme ausgerichtet war, wurde er in jüngerer Zeit auch für einige nicht-debianbasierte, serverorientierte Linux-Distributionen als Standard-Netzwerkverwaltungssoftware eingeführt. Wenn Du spezielle Anforderungen hast, würden die Entwickler gerne davon erfahren, aber merke, dass NetworkManager nicht dazu gedacht ist, die Anforderungen aller Benutzer abzudecken.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:NetworkManager.png


Der NetworkManager besteht aus zwei Schichten:

  1. Einem Hintergrundprogramm (daemon), das als root läuft: network-manager.

  2. Einem Frontend: nmcli und nmtui (im Paket network-manager enthalten), nm-tray, network-manager-gnome (nm-applet), plasma-nm.

Zusätzlich stehen verschiedene Erweiterungen zur Verfügung, die es dem NetworkManager ermöglichen, andere, spezielle Verbindungen wie z.B. verschiedene Arten von VPN-Verbindungen zu verwalten.

NetworkManager behandelt nur Schnittstellen, die nicht in /etc/network/interfaces deklariert sind (siehe README-Datei).

NetworkManager speichert Verbindungsinformationen über bekannte einzelne Netzwerke in Konfigurationsdateien, die Profile genannt werden. Diese sind unter /etc/NetworkManager/system-connections/ gespeichert. Die Optionen in diesen Dateien findest Du auf der Manpage zu nm-settings: man nm-settings oder online. Sie können (als root) mit einem Texteditor oder dem nm-connection-editor (in network-manager-gnome enthalten) bearbeitet werden.

Damit Änderungen an der Konfiguration wirksam werden, muss möglicherweise der NetworkManager-Daemon neugestartet werden (als Benutzer root oder mit sudo):

/etc/init.d/network-manager restart

Merkmale

Die Funktionalität des NetworkManager ist auf seiner Homepage beschrieben.

Dokumentation

Bitte lies das ausgezeichnete Handbuch:

Kabelgebundene Netzwerke werden nicht verwaltet.

Ab Debian 6.0 "Squeeze" verwaltet der NetworkManager standardmäßig keine in /etc/network/interfaces definierte Schnittstelle.

„Nicht verwaltete Geräte“ bedeutet, dass NetworkManager diese Netzwerkgeräte nicht verwaltet. Dies tritt auf, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind:

  1. Die Datei /etc/network/interfaces irgendetwas über die Schnittstelle enthält, wenn auch nur:

    allow-hotplug eth0
    iface eth0 inet dhcp
  2. und /etc/NetworkManager/NetworkManager.conf enthält:

    [main]
    plugins=ifupdown,keyfile
    
    [ifupdown]
    managed=false

Seit network-manager Version 0.8.1-4, werden die kabelgebundenen/kabellosen Verbindungen in /etc/network/interfaces mit einem #NetworkManager# Präfix während der Paketinstallation deaktiviert. Dann, wenn das Network-Manager Paket gelöscht wird, werden sie wieder aktiviert (Debian bug 530024).

Schnittstellenverwaltung aktivieren

Wenn Du möchtest, dass NetworkManager auch Schnittstellen verwaltet, die in /etc/network/interfaces aktiviert sind:

"Auto Ethernet" und "Auto eth0".

FAQ

Q. Wie konfiguriere ich eine statische IP-Adresse (für einen Server, etc.)?

A) Verwende den nm-connection-editor oder konfiguriere /etc/network/interfaces wie in NetworkConfiguration beschrieben.

Q. Wie kann ich DNS für NetworkManager konfigurieren?
A) Die kurze Antwort ist die Verwendung eines nm-Verbindungseditors. Für die lange Antwort siehe den entsprechenden Eintrag in der Netzwerkkonfiguration.
Q. Warum kann ich den NetworkManager mit meinem neuen Benutzerkonto nicht sehen?

A) Versichere Dich, dass menschliche Benutzer der netdev-Gruppe angehören (siehe /usr/share/doc/network-manager-gnome/README.Debian).

Q. Wie richte ich eine Verbindungsfreigabe („Hotspot“) für eine kabelgebundene Schnittstelle ein?
A) Installiere zunächst gegebenenfalls dnsmasq-base (aber nicht dnsmasq, es sei denn, Du deaktivierst den Systemdaemon in /etc/default/dnsmasq). Verwende dann den nm-connection-editor und richte ein neues Profil ein, indem Du „Gemeinsam mit anderen Rechnern“ als Methode für IPv4 verwendest (nicht möglich vom gnome-control-center von Gnome3). Dies verbirgt die gesamte Komplexität (dnsmasq, iptables, sysctl). Verwende schließlich dieses Profil für die Netzwerkschnittstelle, die mit dem freigegebenen Netzwerk verbunden ist. Für WLAN-Schnittstellen wird eine Hotspot-Funktionalität bereitgestellt, die neben der Einrichtung eines Ad-hoc-WLAN-Netzwerks die gleiche Funktionalität nutzt.

Siehe auch

Externe Verweise


CategoryNetwork