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NetworkManager versucht, jederzeit eine Netzwerkverbindung aufrechtzuhalten. |
Der NetworkManager besteht aus zwei Schichten:
Einem Hintergrundprogramm (daemon), das als root läuft: network-manager.
Einem Frontend: nmcli und nmtui (im Paket network-manager enthalten), nm-tray, network-manager-gnome (nm-applet), plasma-nm.
Zusätzlich stehen verschiedene Erweiterungen zur Verfügung, die es dem NetworkManager ermöglichen, andere, spezielle Verbindungen wie z.B. verschiedene Arten von VPN-Verbindungen zu verwalten.
NetworkManager behandelt nur Schnittstellen, die nicht in /etc/network/interfaces deklariert sind (siehe README-Datei).
NetworkManager speichert Verbindungsinformationen über bekannte einzelne Netzwerke in Konfigurationsdateien, die Profile genannt werden. Diese sind unter /etc/NetworkManager/system-connections/ gespeichert. Die Optionen in diesen Dateien findest Du auf der Manpage zu nm-settings: man nm-settings oder online. Sie können (als root) mit einem Texteditor oder dem nm-connection-editor (in network-manager-gnome enthalten) bearbeitet werden.
Damit Änderungen an der Konfiguration wirksam werden, muss möglicherweise der NetworkManager-Daemon neugestartet werden (als Benutzer root oder mit sudo):
/etc/init.d/network-manager restart
Merkmale
Die Funktionalität des NetworkManager ist auf seiner Homepage beschrieben.
Dokumentation
Bitte lies das ausgezeichnete Handbuch:
/usr/share/doc/network-manager/README (online) und /usr/share/doc/network-manager/README.Debian (online)
interfaces(5) man page
Kabelgebundene Netzwerke werden nicht verwaltet.
Ab Debian 6.0 "Squeeze" verwaltet der NetworkManager standardmäßig keine in /etc/network/interfaces definierte Schnittstelle.
„Nicht verwaltete Geräte“ bedeutet, dass NetworkManager diese Netzwerkgeräte nicht verwaltet. Dies tritt auf, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind:
Die Datei /etc/network/interfaces irgendetwas über die Schnittstelle enthält, wenn auch nur:
allow-hotplug eth0 iface eth0 inet dhcp
und /etc/NetworkManager/NetworkManager.conf enthält:
[main] plugins=ifupdown,keyfile [ifupdown] managed=false
Seit network-manager Version 0.8.1-4, werden die kabelgebundenen/kabellosen Verbindungen in /etc/network/interfaces mit einem #NetworkManager# Präfix während der Paketinstallation deaktiviert. Dann, wenn das Network-Manager Paket gelöscht wird, werden sie wieder aktiviert (Debian bug 530024).
Schnittstellenverwaltung aktivieren
Wenn Du möchtest, dass NetworkManager auch Schnittstellen verwaltet, die in /etc/network/interfaces aktiviert sind:
Setze managed=true in /etc/NetworkManager/NetworkManager.conf.
Starte den NetworkManager neu:
/etc/init.d/network-manager restart
Beginnend mit Debian 11 (bullseye), nutzt bitte:
sudo service NetworkManager restart
"Auto Ethernet" und "Auto eth0".
Auto Ethernet bedeutet „Ethernet-Schnittstelle automatisch auswählen“.
Auto eth0 bedeutet „Automatische Konfiguration der eth0-Schnittstelle“.
FAQ
- Q. Wie konfiguriere ich eine statische IP-Adresse (für einen Server, etc.)?
A) Verwende den nm-connection-editor oder konfiguriere /etc/network/interfaces wie in NetworkConfiguration beschrieben.
- Q. Wie kann ich DNS für NetworkManager konfigurieren?
- A) Die kurze Antwort ist die Verwendung eines nm-Verbindungseditors. Für die lange Antwort siehe den entsprechenden Eintrag in der Netzwerkkonfiguration.
- Q. Warum kann ich den NetworkManager mit meinem neuen Benutzerkonto nicht sehen?
A) Versichere Dich, dass menschliche Benutzer der netdev-Gruppe angehören (siehe /usr/share/doc/network-manager-gnome/README.Debian).
- Q. Wie richte ich eine Verbindungsfreigabe („Hotspot“) für eine kabelgebundene Schnittstelle ein?
- A) Installiere zunächst gegebenenfalls dnsmasq-base (aber nicht dnsmasq, es sei denn, Du deaktivierst den Systemdaemon in /etc/default/dnsmasq). Verwende dann den nm-connection-editor und richte ein neues Profil ein, indem Du „Gemeinsam mit anderen Rechnern“ als Methode für IPv4 verwendest (nicht möglich vom gnome-control-center von Gnome3). Dies verbirgt die gesamte Komplexität (dnsmasq, iptables, sysctl). Verwende schließlich dieses Profil für die Netzwerkschnittstelle, die mit dem freigegebenen Netzwerk verbunden ist. Für WLAN-Schnittstellen wird eine Hotspot-Funktionalität bereitgestellt, die neben der Einrichtung eines Ad-hoc-WLAN-Netzwerks die gleiche Funktionalität nutzt.
Siehe auch
Externe Verweise
https://wiki.gnome.org/Projects/NetworkManager – Projekthomepage und GNOME-Frontend (mit einiger Dokumentation)
http://old-en.opensuse.org/Projects/KNetworkManager – KDE-Frontend
nmtui(1) – Interaktiver Text-Client
nmcli(1) – Befehlszeilen-Client

